Konzert 25 Jahre Ulrike Keßler

Jahresabschlussfeier 2011

Jahreshauptversammlung 2012

Konzert mit den "Mannes Sangesmannen"

Bolstern/ Friedberg (Kienzler)
Zwerchfellstrapazierend war der Abend mit der oberschwäbischen A-cappella-Comedy-Gruppe "Mannes Sangesmannen" am vergangenen Samstagabend. Das Dorfgemeinschaftshaus in Friedberg war bis auf den letzten Platz gefüllt, als "Manne" Manfred Gaupp mit seinen sechs "Sangesmannen" mit den mittlerweile legendären blauen Plastiktüten und einem vierstimmigen wurzacherischen "Griaß Gott" die Bühne und die Sympathie der Zuhörer im Sturm eroberten.  Der Liederkranz Bolstern war im Rahmen seines 150jährigen Jubiläums Gastgeber dieses im höchsten Maße amüsanten Abends. "Ganz ohne a' Kapell - also a cappella" trugen sie mit teils hintergründigen, teils überspitzten Texten und viel Lokalpatriotismus ihre Lieder über Lebensgewohnheiten und und alltäglichen Gegebenheiten vor. Dem wortgewandten Moderator Johannes Ott, der die Gruppe als "Botschafter Oberschwabens" vorstellte,  gelang es mühelos, den Kontakt zum Publikum zu bekommen. Mit Hilfe der lokalen kommunalen Prominenz wurde dann auch schnell das "Ultimative Heimatlied von Friedberg" kreiert, in dem nicht nur die Wallfahrtskirche und der Pfarrer "Wolle" Knor sondern auch der Bolsterner Ortsvorsteher besungen wurde. Hier, wie den ganzen Abend bewiesen die sieben Mundakrobaten ihre unglaubliche Spontanität und ihre gesangliche Qualitäten, bei der trotz aller Späßen die Intonation nichts zu wünschen übrig ließ. Geschickt kombinierten die ehemaligen Klosterschüler des Salvatotkollegs Volkslied, Evergreen und Renaissance-Madrigal. Das Publikum amüsierte sich köstlich beim  Drama um "Dia Fluig", die auf einem Sonnentau zu Tode kam genauso wie der kommödiantisch und mit einem herrlichen Melodien-Medley servierten "Soup de masacre - Metzelsuppenlied". Fast immer schwäbisch, wurde es dann doch noch hochdeutsch, nämlich ausgerechnet beim "Lied von der Schwäbischen Eisenbahn" in der Version 2009, bei dem sie die DB auf die Schippe nahmen, um am Ende wieder in breitem Schwäbisch zu der Erkenntnis zu kommen " Mit dr'schwäbsche Eisebahn dät des Bäurle nemme fahra - bindt heit dia Goiß an Flieger na!".  Beim "Oberschwäbischa Liebeslied" gab's ein Kompliment an die Frauen mit der Feststellung "Kasch nix besser's hau, wia a' oberschwäbische Landfrau".  Zum Finale erzählten sie nach der Melodie von "Lion sleep to night" die umjubelte Story vom Zopfbrot auf dem Schlafzimmerschrank, bei dessen Bergung das  zarte Bemberle des Hausherrn zu Schaden kam.
Am Ende gab es vom total begeisterten Publikum viel Beifall für einen pointenreichen, amüsanten Abend des sympatischen Septetts mit ihren gepflegten, wandlungsfähigen Stimmen, die ohne moderne Elektronik auskamen.
 

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